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Die politische Massenarbeit Gnadenflur und Gmelinka.
Die politische Massenarbeit auf das Niveau der neuen Aufgaben heben!

     Kaum ein Monat ist seit der historischen XVIII. Unionsparteikonferenz verflossen, doch wie groß sind die Veränderungen, die im Laufe dieser kurzen Zeit im ganzen Sowjetlande vor, sich gegangen sind! Das ganze Sowjetvolk verfolgte die Arbeit der Konferenz mit gespannter Aufmerksamkeit, studierte ihre historischen Beschlüsse, und je tiefer diese Entscheidungen in das Bewußtsein der Massen eindringen, um so größer wird ihre Arbeitsbegeistering, um so höher schwillt der Strom der Volksinitiative, um so eifriger Kämpfen die Millionen für die Ausführung des großartigen Volkswirtschaftsplanes der Sowjetunion für 1941. So werden die Beschlüsse der Parteikonferenz, die die Massen erhoffen haben, zur materielen Gehalt, die den Pulsschlag der Volkswirtschaft beschleunigt, die unser ... dem Kommunismus näher bringt.

     Die Werktätigen unserer Republik marschieren im gleichen Schritt mit der Volksbewegung. In der vorwaltigen Erfüllung der Produktionspläne durch früher rückständige Betriebe (namens Karl Liebknecht, namens Samoilowa und andere), vielen Erfolgen zahlreicher Kollektiv- und Sowjetwirtschaften bei der Vorbereitung zur Frühjarssaat und in vielen anderen Tatsachen kommt dieser Arbeitaufschwung zum Ausdruck. Und je besser unsere Parteiorganisationen es verstehen werden, den Massen die Tiefe der Beschlüsse der XVIII. Unionsparteikonferenz klarzumachen, je besser sie die Kollektivbauern mit dem historischen Beschluß des ZK der KPdSU(B) und des RdVK der UdSSR über die zusätzliche Arbeitsentlohnung der Kollektivbauern für die Überbietung ihrer Produktionspläne bekannt machen, um so schneller werden wir es erreichen, daß alle unsere Industriebetriebe ihre Produktionspläne im gleichmäßigen Ryhthmus erfüllen, daß alle unsere Kollektiv- und Sowjetwirtschaften einen hohen Ernteertrag erzielen, daß wir der Heimat unermeßlich mehr Industriewaren und Produkte der Landwirtschaft geben, daß die sozialistische Sowjetunion noch stärker und mächtiger wird.

     Deswegen ist der Beschluß des Märzplenums des Gebietsparteikomitees über die politische Massenarbeit und Agitation, der zu dem heute in den "Nachrichten" veröffentlichten Bericht des Sekretärs des Gebietsparteikomttees Gen. Dedow gefaßt wurde, von größter Bedeutung für die ganze Tätigkeit der wolgadeutschen Parteiorganisation.

     Die Forderungen an die politische Masenagitation sind im Lichte der letzten Partei- und Regierungsbeschlüsse außerordentlich gewachsen. Das Studium der Materialien der XVIII. Parteikonferenz, die praktische Ausführang ihrer Beschlüsse, wie auch der obenerwähnte Beschluß über die zusätzliche Arbeitsentlohnung rufen eine große Anzahl neuer Fragen hervor. Die Werktätigen brennen vor Eifer, die Weisungen der Parteikonferenz auszuführen, viele von ihnen sind sich aber nicht klar darüber, wie sie diese Weisungen konkret auf ihren Betrieb, ihre Kollektivwirtschaft und Brigade anwenden sollen. Die neue, zusätziiche Arbeitsentlohnug ruft zahlreiche neue Fragen der Kollektivbauern hervor, die die Arbeitsorganisierung, die Rechnungsführung und die Praxis der Verteilung der Einkünfte in den Kollektivwirtschaften betreffen. Die politische Massenarbeit der Parteiorganisationen ist berufen, hier Klarheit zu schaffen und auf die bei den Werktätigen auftauchenden Fragen klar, erschöpfende, die Massen vorwärtsrufende Antworten zu geben.

     Die Bedeutung des Beschlusses des Märzplenums des Gebietsparteikomitees besteht darin, daß er alle Parteiorganisationen zur Lösung der gesteigerten Aufgaben der politischen Massenagitation wappnet, indem er die bisherigen Mängel der Agitationsarbeit aufdeckt und die Wege zu ihrer Beseitigung vormerkt.
     Einer dieser Mängel besteht darin, daß längst noch nicht alle Parteiorganisationen es verstanden haben, die Agitation konkret zu gestalten. Bei der Durchnahme der Partei- und Regierungsbeschlüsse begnügen sich viele Agitatoren auf die Erläuterung "im allgemeinen", ohne zu zeigen, welche konkreten Aufgaben sich aus diesen Weisungen für die gegebene Brigade, die gegebene Kollektivwirtschaft oder Fabrik ergeben. Dadurch wird die Agitation wirkungslos. Nicht wenig Parteiorganisationen überwinden diesen Mangel erfolgreich. In der Sowjetwirtschaft "Spartak" hemmte angeblicher Mangel an Ersatzteilen die Traktorenreparatur. Als die Arbeiter den Bericht des Genossen Malenkow auf der XVIII. Unionsparteikonferenz besprachen, beschlossen sie, die Abfallhaufen auf dem Territorium der Werkstatt zu untersuchen, das Brauchbare zu verwenden und den Schutt wegzuräumen. Und hier, unter den "Abfällen", fanden sich die notwendigen Ersatzteile, die lange unbenutzt lagen. Die Parteiorganisation des "Spartak" hat es also verstanden, die Arbeiter zu konkreten Schlußfolgerungen aus dem Bericht des Gen. Malenkow zu veranlassen. Das gerade ist die Konkretheit der Agitation, die jede Parteiorganisation erzielen muß und kann, zu deren Erzielung der Beschlußdes Plenums des Gebietsparteikomitees auffordert. Richtig verstanden haben ihre Aufgaben auch die Agitatoren, die bei der Besprechung des Beschlusses über die zusätzliche Arbeitsentlohnung zeigen, wieviel gerade die Kollektivbauern der betreffenden Brigade mehr erhalten werden, wenn sie den Ernteertrag um ein, zwei oder mehr Zentner über den Plan hinaus steigern, die zeigen, was in dieser Brigade für eine solche Steigerung der Ernteerträge getan werden muß: wieviel Dünger auf die Felder zu bringen, in wieviel Tagen die Saat zu bestellen ist usw.

     Konkret agitieren lernen müssen auch unsere Kanton- und Republikzeitungen, von denen Gen. Dedow mit Recht sagte, daß sie nur über die Agitation schreiben, statt selbst zu agitieren, ein Vorwurf, der auch gegenüber den "Nachrichten" durchaus berechtigt ist und alle Zeitungen verpflichtet, die Presseagitation auf das erforderliche Niveau zu heben.

     Das Plenum des Gebietsparteikomitees wies mit Nachdruck darauf hin, daß die Hebung der Agitntionsarbeit mit einer ernsten Kontrolle ihres Inhalts verbunden sein muß. Die Kantonparteikomitees und die primären Parteiorganisationen sind verpflichtet, die Agitatoren ständig zu lehren, wie sie die Materialien, die sie mit den Kollektivbauern durchnehmen, mit dem Leben ihrer Kollektivwirtschaft oder ihres Betriebs verbinden sollen, und den Inhalt der Agitation zu kontrollieren, um etwaige Fehler sofort ausbessern und dem Agitator helfen zu können.

     Aber nicht nur leiten und kontrollieren müssen die führenden Parteifunktionäre. Ebenso wie die leitenden Sowjet- und Wirtschaftsarbeiter müssen sie auch selbst agitieren, indem sie in den Versammlungen der Werktätigen die Partei- und Regierungsbeschlüsse erläutern und zeigen, wie sie auf die konkrete Wirtschaft, den gegebenen Betrieb angewandt werden sollen.

     Die Agitation ist eine ständige Funktion der Parteiorganisationen, und bei der Ausübung dieser Funktion muß die nötige Biegsamkeit an den Tag gelegt werden. Auch hier ist es wichtig, stets das entscheidende Kettenglied herauszugreifen. Dies entscheidende Glied ist jetzt in der Landwirtschaft die Vorbereitung und Durchführung der Frühjahrssaat. Die Beschlüsse der XVIII. Parteikonferenz gut ausführen, bedeutet unter den Verhältnissen unserer Kollektiv und Sowjerwirtschaften und MTS, gut und rechtzeitig die Saatarbeiten bewältigen. Damit sind auch die Ziele und Aufgaben der politischen Massenarbeit in der nächsten Zeit gegeben: die störungslose Tag- und Nachtarbeit aller Traktoren, die restlose Ausnützung der lebenden Zugkraft, die Erfüllung und Überbietung der Leistungsnormen durch jeden Kollektivbauern, Traktoristen und Arbeiter der Sowjetwirtschaft sicherstellen - das ist jetzt Aufgabe jedes Agitators Hervorhebung der Vorkämpfer, Entlarvung der Faulen und Nachlässigen - das ist der Weg zu ihrer Losung. Und weil von dieser Lösung der Erfolg der Saat abhängt, sind anlle Parteiorganisationen der Republik verpflichtet, die Ausführung der Weisungen des Plenums des Gebietsparteikomitees über die politische Massenarbeit bei den Frühjahrsarbeiten unverzüglich in Angriff zu nehmen.

Die politische Massenarbeit und Agitationsarbeit während der Frühjahrssaat *)

S. DEDOW,
Sakretär des Gebietskomitees der KPdSU(B) für Propaganda

     Die politische Massen- und Agitationsarbeit hat bei uns den Wahlen der Deputierten zum Obersten Sowjet der UdSSR im Herbst 1937 besonders große Ausmaße angenommen. Seit jener Zeit sind die Ausmaße und das ideologische politische Niveau der politischen Massen- und Agitationsarbeit ununterbrochen gewachsen. Wir haben in dieser Arbeit sowohl im Hinblick auf ihre organisatorischen Formen, ihre Anpassung an verschiedene Schichten der Bevölkerung und bei ihrer Verbindung mit verschiedenen wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Aufgaben, die in verschiedenen Zeitabschnitten vor uns standen, als auch im Hinblick auf den ideologischen Inhalt dieser Arbeit und ihre Leitung von seiten der leitenden Parteiorgane reiche Erfahrungen gesammelt.

     In den letzten 3 Jahren sind bei uns zahlreiche Kader eines Aktivs — nicht nur aus den Kommunisten und Komsomolzen, sondern auch aus den parteilosen Arbeiten, Kollektivbauern und der Intelligenz — herangewachsen und erzogen vorden, die unter der Leitung der parteiorganisationen eine außerordentlich nützliche und große Arbeit zur ideologischen und politischen Erziehung der Massen und zur Steigerung ihrer Aktivität im sozialistischen Aufbau leisten.
     Es genügt zu sagen, daß es im vorigen Jahr etwa 10 00 Agitatoren in unserer Republik gab, daß unsere Republik- und Kantonzeitungen etwa 7000 Arbeiter- und Dorfkorrespondenten haben. Im vorigen Jahr wurden unter der Bevölkerung allein etwa 8000 politische Berichte erstatet.

     Die agitatorische und die politische Massenarbeit spielte bei der Lösung der wirtschaftlichen und politischen Aufgaben des vorigen Jahres eine große Rolle.
     Die umfassende Aufklärung über die Beschlüsse des XVIII. Parteitags, die Beschlüsse des RdVK der UdSSR und des ZK der KPdSU(B) zum Schutze der gesellschaftlichen Ländereien gegen Vergeudung, über die Änderungen in der Politik der Beschaffung und des Ankaufs landwirtschaftlicher Produkte, über den Frlaß des Präsidiums des Obersten Sowjets der UdSSR zum Kampf gegen Arbeitsversäumnisse hat eine große Rolle bei der Festigung der Arbeitsdisziplin und der Hebung der Arbeitsproduktivität in den Kollektivwirtschaften, MTS und Sowjetwirtschaften gespielt und sich letzten Endes positiv auf die wirtschaftlichen Erfolge der Kollektiv- und Sowjetwirtschafften der Republik im Jahre 1940 ausgewirkt.

     Aber wir hatten und haben auch gegenwärtig ernste Mängel in der politischen Massen- und Agitationsarbeit.

     Worin bestehen diese Mängel? Sie bestehen darin, daß erstens die Agitation oft einen abstrakten und wenig wirksamen Charakter trug, daß sie nicht eng mit den Produktionsaufgaben der Kollektivwirtschaften, MTS und Sowjetwirtschaften verknüpft war und deshalb das ihr gestellte Ziel nicht erreichte. Die wichtigste Forderung, die wir an die politische Agitation stellen, besteht gerade darin, daß sie keinen abstrakten sondern einen konkreten Charakter trage, daß sie mit den konkreten Produktionsaufgaben der gegebenen Sowjetwirtschaft, MTS oder Kollektivwirtschaft verknüpft sei und zu einer erfolgreichen Lösung dieser Aufgaben beitrage.

     Während der Ernte im vorigen Jahr führte der Agitator Gen. Botscharow, ein Kommunist und Verwaltungsmitglied der Kollektivwirtschaft nam. Molotow im Dorf Romanowka, Kanton Fjodorowka, eine Unterhaltung mit Kollektivbauern über den Aufruf der Bergarbeiter eines Schachtes im Donezbecken durch, in dem sich jene verpfliehteten, ihre Kohlenschuld an den Staat, die sich durch die Nichterfüllung des Planes gebildet hatte, zu liquidieren. Ger. Botscharow las den Aufruf vor, erklärte ihn, verknüpfte ihn jedoch nicht mit der praktischen Arbeit seiner Kollektivwirtschaft. Aber die Ernte in der Kollektivwirtschaft ging außerordentlich schlecht vonstatten, es gab große Verluste an Getreide, der Plan der Getreidelieferungen wurde nicht erfüllt, die Arbeitsdisziplin hatte sich gelockert usw.
     Es fragt sich, was konnte dieser Agitator praktisch erreichen, als er zum Thema seiner Unterhaltung den Aufruf der Bergarbeiter wählte? Er machte die Kollektivbauern nur mit dieser Tatsache bekannt, erfüllte eine Aufklärungsfunktion, aber löste nichr die Aufgabe, seine Kollektivbauern zu mobilisieren, diesem Beispiel der Bergarbeiter zu folgen und an die Liquidierung ihrer eigenen Schuld gegenüber der Kodektivwirtschaft und dem Staat in Hinsicht auf die Ernte, die Getreidelieferung usw. zu gehen.
     Oft haben die Agitatoren nicht genügend Mut, aktuelle Fragen der kollektivwirtschaftlichen und sowjetwirtschaftlichen Produktion scharf und geradezu zu stellen. Man spricht von den Mängeln der Arbeitsorganisation, von den Mängeln der Leitung aber welche konkreten Ursachen diese Mängel haben, wer an ihnen schuld ist, davon wird oft nicht gesprochen. Die Agitatoren sprechen von der Notwendigkeit eines Kampfes für eine straffe Arbeitsdisziplin, vom Kampfe gegen Liderjane, Lotterarbeiter und Desorganisatoren der Produktion, aber sie sprechen davon "im allgemeinen", sind zu schüchtern, die konkreten Liderjane und Desorganisatoren der Arbeitsdisziplin in den Kollektiv- und Sowjetwirtschaften an das Tageslicht zu ziehen.

     Infolge dieser mangelnden konkreten Gestaltung unserer Agitation gewann sie auch nicht jenen kämpferischen und angriffslustigen Charakter, den sie haben soll. Sie traf nicht ins Ziel und mobilisierte nicht die Kollektivbauern und Arbeiter zum Kampf gegen die Liederjane und Desorganisatoren der Arbeitsdisziplin in den Kollektivwirtschaften, MTS und Sowjetwirtschaften.

     Zweitens. In der politischen Massenarbeit ist noch nicht der Saison- und Kampagnecharakter überwunden. Viele Parteiorganisationen, die diese Arbeit während der Frühjahrsaussaat 1940 entfalteten, schwächten sie während der Einbringung der Ernte bedeutend ab. Dies war eine der wesentlichsten Ursachen für die Hinausziehung der Erntearbeiten über eine längere Zeitspanne und der Grund für große Getreideverluste.
     Das ist ohne Ausnahme richtig und gilt für alle Kantonorganisationen. Davon kann man sich an Hand folgender Daten überzeugen. Während es bei uns bei der Frühjahrsaussaat 10 000 Agitatoren in der Republik gab, sank diese Zahl bis zum Herbst auf die Hälfte. In vielen Kollektivwirtschaften stellten die

Parteiorganisationen die Massen- und. Agitationsarbeit unter den Kollektivbauern während der Ernte gänzlich ein. Doch besonders stark zeigte sich dieser Mangel in den Kantonen Gnadenflur und Gmelinka.

     Am 13. September stellte das Büro des Gebietskomitees in seinem Beschluß zu den Berichten des Gnadenflurer und des Gmelinkaer Kantonkomitees der KPdSU(B) fest, daß unter bedeutenden Gruppen der Werktätigen in diesen Kantonen keine politische Agitation geleistet wird, daß ihnen wichtige Beschlüsse der Partei und Regierung nicht klargemacht wurden, daß die unteren Agitatoren, von denen eine kleine Zahl weiter arbeitete, sich selbst überlassen sind, daß sich niemand um die Hebung ihres ideologischen und politischen Niveaus kümmert, daß der ideologische und politische Inhalt der Agitation nicht kontrolliert wird usw.
     Das Büro des Gebietskomitees der KPdSU(B) erteilte dem früheren Leiter der Propagandaabteilung des Gnadenflurer Kantonkomitees der Partei Gen. Jordan einen Verweis und wies den Leiter der Propagandaabteilung des Gmelinkaer Kantonkomitees der Partei, Gen. Terechow, auf diese Mängel hin. Das Büro des Gebietskomitees schlug den Kantonkomitees vor, "in den nächsten Bürositzungen die Leitung und den Zustand der politischen Agitation zu erörtern und praktische Maßnahmen zur Beseitigung der ernsten Mängel in der Leitung der Agitationsarbeit zu treffen".

     Nach einiger Zeit kontrollierte das Gebietskomitee der KPdSU(B) die Durchführung seines Beschlusses durch das Gnadenflurer und das Gmelinkaer Kantonkomitee. Es stellte sich heraus, daß das Gnadenflurer Kantonkomitee anderthalb Monate lang nicht mir zur Durchführung dieses Beschlusses nichts getan hatte, sondern ihn sogar nicht einmal zur Erörterung auf die Tagesordnung der Bürositzungen des Kantonkomitees gestellt und die primären Parteiorganisationen nicht mit diesem Beschluß bekannt gemacht hatte. Erst unter dem Druck des Sekretärs des Gebietskomitees wurde dieser Beschluß vom Büro des Kantonkomitees 40 Tage nach seiner Annahme behandelt. Das Büro des Gebietskomitees der KPdSU(B) stellte fest, daß der Beschluß auch im Kanton Gmelinka äußerst unbefriedigend durchgeführt wird. Das Büro des Gebietskomitees der KPdSU(B) war gezwungen, gegen die Leiter der Propagandaabteilungen des Gnadenflurer und des Gmelinkaer Kantonkomitees der KPdSU(B), Genossen Jordan und Terechow, strenge Parteistrafen in Anwendung zu bringen. Gen. Jordan wurde seines Postens als Leiter der Propagandaabteilung enthoben und erhielt einen strengen Verweis. Gen. Terechow wurde ein Verwes erteilt. Die ersten Sekretäre des Gnadenflurer und des Gmelinkaer Kantonkomitees der Partei, die Genossen Kitschajew und Stepanow, wurden auf die Unzulässigkeit eines solchen Verhaltens aufmerksam gemacht.
     Wodurch lassen sich, diese Elemente eines Saison- und Kampagnecharakters in der politischen Massenarbeit und in der Agitationsarbeit erklären?
     Sie erklären sich aus dem ungenügenden Verständnis des Wesens und aus der Unterschätzung der gewaltigen Bedeutung der Massen- und Agitationsarbeit für den ganzen sozialistischen Aufbau. Die politische Agitation ist eines der entscheidenden Mittel zur Leitung der Massen durch die Partei, ein Mittel zur Überzeugung dar Massen von der Richtigkeit der Politik der Partei, ein Mittel zu ihrer Mobilisierung und Heranziehung bei der Durchführung, dieser Politik, ein Mittel zur Stärkung der Verbindung der Partei mit den Massen. Deshalb ist die politische Massenagitation ihrem Wesen nach eine ständige Funktion unserer Partei. Sie muß tagtäglich, ununterbrochen wirksam sein. Die politische Massenagitation war das einzige Mittel, mit dessen Hilfe die Partei unter Führung Lenins die Vereinigung des Marxismus mit der Arbeiterbewegung verwirklichte, ohne die die Errichtung der Diktatur des Proletariats unmöglich gewesen wäre.

     Mit der Eroberung der Macht durch die Arbeiterklasse wurde die politische Agitation der Partei, wie dies Genosse Stalin wiederholt sagte, ein wesentliches Mittel für die Stärkungder Diktatur der Arbeiterklasse und des sozialistischen Aufbaus

     Nicht alle leitenden Partei-, Sowjet und Wirtschaftsarbeiter haben sich dies gut zu eigen gemacht, und deshalb zeigen sie oft die Neigung, die politische Massenagitation, die Überzeugung und Erziehung der Massen zu unterschätzen, und beschränken sich auf nacktes Administrieren und Kommandierender Massen. Deshalb haben wir bis jetzt auch noch nicht die Elemente des Saison- und Kampagnecharakters in unserer politischen Massen- und Agitationsarbeit ausgerottet. Um mit diesen Elementen des Saisoncharakters und Kampagnecharakters der Agitationsarbeit Schluࢾ zu machen, ist es notwendig, daß sich alle leitenden Partei-, Sowjet- und Wirtschaftskader und alle Kommunisten diese Anweisungen, des Genossen Stalin gut zu eigen machen, sich das Wesen und die Bedeutung der politischen Massenagitation klarmachen und beharrlich die Anweisungen der Partei und des Genossen Stalin über diese Frage in die Tat umsetzen.
     Der nächste Mangel besteht darin, daß die Kantonkomitees der KP der SU(B) den ideologischen und politischen Inhalt der Agitationsarbeit schwach kontrollierten und die Arbeit der unteren Agitatoren ungenügend leiteten. Das hat dazu geführt, daß die Agitatoren in eine oberflächliche und manchmal auch fehlerhafte Auslegung wichtiger Fragen der Politik der Partei verfielen.

     Die Kontrolle und Leitung des ideologischen und politischen Inhalts der Agitationsarbeit ist deshalb von besonders großer Bedeutung, weil ein bedeutender Teil der Agitatoren bei uns noch jung ist, erst vor kurzem zu dieser Arbeit herangezogen wurde. Sie haben noch nicht genügend Erfahrungen, sind noch nicht genügend politisch geschult. Deshalb werden sie ohne ständige Leitung, ohne vorhergehende Konsultation in den Fragen, die sie den Kollektivbauern erklä, unvermeidlich die Dinge verwirren und Fehler zulassen. Hier ein Beispiel: In dem Dorf Nowaja-Poltawka führte die Agitatorin Genossin Kusmarzewa, eine junge Lehrerin, eine Unterhaltung mit den Kollektivbauern der Kollektivwirtschaft "Wperjod k pobede" über den Bericht des Genossen Chruschtschow "Zu neuen Erfolgen der sozialistischen Landwirtschaft der Ukraine" durch. Beim Vorlesen des Berichtes kam Kusmarzewa zu der Stelle, an der Gen. Chruschtschow die Vorkämpfer der sozialistischen Landwirtschaft der Ukraine aufzählt. Also, Gen. Martha Chudolei, Radomyschler Rayon, Gebiet Shitomir, erntete 1940 1285 Zentner Kartoffeln pro Hektar. Die Brigadengliedführerin Maria Shurawel, Rayon Kiew, erntete 1940 550 Zentner Kartoffeln pro Hektar. Die Kollektivbauern interessieren sich dafür und unterbrechen die Agitatorin: "Dort ist sicher sehr guter Boden?" Genossin Kusmarzewa verliert sofort den Kopf: "Offenbar ist der Boden dort gut", sagt sie. "Ich werde das aufklären und es euch beim nächsten Mal sagen." Dann kommt sie zu den Vorkämpfern der Viehzucht in der Ukraine: Der Melker Iwan Chobot aus der Kollektivwirtschaft "Tscherwona Sorja", Lebedinsker Rayon, Gebiet Sumy, melkte von 8 Kühen je 7600 Liter MiIch. Die Kollektivbauern unterbrechen wieder die Agitatorin: "Dort gibt es vielleicht eine ganz andere Rasse von Kühen?" Genossin Kusmarzewa verliert wieder den Kopf: "Sicher ist dort eine gute Viehrasse, ich werde das aufklären und es euch beim nächsten Mal sagen." Als Ergebnis der Beschäftigung hatte sich bei den Kollektivbauern folgende Meinung gebildet: Das ukrainische Poltawa ist eine Sache, aber Nowaja Poltawka im Kanton Staraja Poltawka eine andere Sache. Für uns paßt; die Geschichte nicht. Zum Glück kam am Schluß der Beschäftigung der Sekretär der primären Parteiorganisation, Gen. Uljantschenko, der sich einmischte und erzählte, daß die Güte des Bodens und die Rasse der Kühe natürlich eine Rolle spielen, daß aber die Pflege der Saaten und die Wartung der Kühe gleichfalls von großer Bedeutung sind.

     In der gleichen Kollektivwirtschaft "Wiperjod k pobede" erzielten verschiedene Melkerinnen von ein und derselben Kuh ganz verschiede Milcherträge. Wenn das Kantonkomitee die Agitatoren versammelt und ihnen erzählt hätte, wie der Bericht des Gen. Chruschtschow mit den konkreten Produktionsfragen des Kantons verknüpft werden muß, so hätte die Erklärung des Beriehtes größere, positivere Resultate gezeitigt.

     Wir müssen die Agitatoren lehren, wie die allgemeinen Fragen der Politik unserer Partei mit den konkreten Fragen des Lebens und der Arbeit jeder Sowjetwirtschaft, MTS, Kollektivwirtschaft, Brigade und jedes Brigadenglieds zu verknüpfen sind, wie diese oder jene Frage politisch richtig zu erklären ist. Dann werden wir nicht nur große Ausmaße, sondern auch ein hohes ideologisches Niveau, eine gute Wirksamkeit der politischen Massenagitation haben.

     Der nächste ernste Mangel in der politischen Massenarbeit besteht darin, daß die leitenden Partei-, Sowjet- und Wirtschaftsarbeiter der Kantonzentren, MTS und Sowjetwirtschaften wenig an ihr teilnehmen. Wir haben hier die gleiche Lage wie in den Städten und in den Industriebetrieben. Einen großen Teil der Massen- und Agitationsarbeit wälzen sie auf die unteren Agitatoren ab und beschränken sich auf die Planung dieser Arbeit. Dadurch leidet gleichfalls die Wirksamkeit sowie der ideologische und politische Inhalt der Agitationsarbeit. Nehmen wir z. B. die Erklärung der Beschlüsse der XVIII. Parteikonferenz in der Fabrik nam. Karl Liebknecht in Balzer. Dort beschloß man, diese Arbeit durch Vorlesen des Berichts des Gen. Malenkow nach der Arbeit durchzuführen und beauftragte damit die unteren Agitatoren. Was kam dabei heraus? Heute das der Agitator einen Teil des Berichtes des Gen. Malenkow vor, drei Tage später den zweiten Teil, noch drei Tage später den dritten Teil usw. Die Berichte und Beschlüsse der XVIII. Parteikonferenz werden den Arbeitern stückweise gegeben. Das hat zur Folge, daß die Arbeiter diese Berichte und Beschlüsse nicht als Ganzes erfassen, nicht das erfassen, worauf die XVIII. Parteikonferenz die Aufmerksamkeit der Partei in der Industrie und dem Transport und in den Fragen des Volkswirtschaftsplans für das Jahr 1941 lenkte Nicht einmal der Direktor der Fabrik — er war während der XVIII. Parteikonferenz in Moskau und nahm an den Arbeiten der VIII. Tagung des Obersten Sowjets der UdSSR teil — noch der Sekretär des Parteikomitees, Gen. Bastron, und auch nicht die Arbeiter des Kantonkomitees haben es versucht, den Arbeitern den Grundgedanken der Beschlüsse der XVIII. Parteikonferenz klarzumachen und die Arbiter zum aktiven Kampf für die Erfüllung dieser Beschlüsse aufzurufen.

     Dasselbe Bild haben wir auch in den Kantonen. Die Arbeiter des Kantonkomitees und des Vollzugskomitees des Kantonsowjets fahren durch die Kollektivwirtschaften, schimpfen nach allen Kräften die Sekretäre der primären Parteiorganisationen und die Vorsitzenden der Kollektivwirtschaften aus: Bei euch gibt es keine politische Massenarbeit, ihr leistet keine Arbeit in der Masse, wir bringen euch vor das Büro des Kantonkomitees. Aber sie selbst vermeiden es oft, mit den Kollektivbauern zu sprechen, halten keine Referate, führen keine Unterhaltungen durch und sprechen nur an großen Feiertagen. Wir müssen diesen Mangel liquidieren.

     Ernste Mängel gibt es auch in der Arbeit unserer Republik- und Kantonzeitungen in bezug auf die politische Massen- und Agitationsarbeit. Wir können uns nicht über eine mangelhafte Beleuchtung des Zustandes unserer Agitationsarbeit in den Zeitungen beklagen. Auf diesem Gebiet haben die Zeitungen eine große Arbeit geleistet und leisten sie noch. Aber das ist jetzt nicht genügend. Die Hauptaufgabe der Zeitung besteht darin, die schriftliche Agitation in ihren Spalten zu entwickeln, das heißt den Massen in ihren Artikeln den Sinn und die Bedeutung, sagen wir, der neuen Politik der Beschaffung und des Ankaufs landwirtschaftlicher Produkte, der Beschlüsse der XVIII. Parteikonferenz und die praktischen Wege zu ihrer Verwirklichung in unseren Kollektiv- und Sowjetwirtschaften, die Bedeutung des Beschlusses des RdVK der UdSSR und des ZK der KPdSU(B) "Über die zusätzliche Arbeitsentlohnung der Kollektivbauern für die Hebung des Ernteertrags landwirtschaftlicher Kulturen und die Steigerung der Produktivität der Viehzucht in der ASSR der Wolgadeutschen" usw. zu erklären. Dadurch könnten die Zeitungen den Agitatoren bei der Arbeit füchtilge Hilfe leisten. Die Republikzeitungen "Bolschewik" und "Nachrichten" haben in dieser Hinsicht einiges getan, jedoch noch wenig, aber die Kantonzeitungen haben vorläufig überhaupt noch keine Initiative an den Tag gelegt. Die Kantonkomitees der Partei müssen den Kantonzeitungen helfen, ihre Arbeit in dieser Richtung umzugestalten.
     <...>
II.

     Welche Aufgaben stehen in der politischen Massen- und Agitationsarbeit im Zusammenhang mit der bevorstehenden Frühjahrsaussaat und den danach folgenden landwirtschaftlichen Artbeiten vor uns?
     Unsere Hauptaufgabe besteht darin, alle Kollektivbauern, Arbeiter der MTS und Sowjetwirtschaften für die erfolgreiche Realisierung der Beschlüsse der XVIII. Parteikonferenz betreffend die für das Jahr 1941 vorgesehene Vergrößerung der Bruttoproduktion des Getreides um 8 Prozent, die Zunahme des Großhornviehbestandes um 19 Prozent, darunter Kühe um 24—25 Prozent, des Bestandes an Schafen und Ziegen um 23—24 Prozent, an Schweinen um 38 Prozent und Pferden um 9—10 Prozent zu mobilisieren.
     Der RdVK der UdSSR und das ZK der KPdSU(B) sind den Interessen und Bedürfnissen der Kollektivwirtschaften und Kollektivbauern unserer Republik entgegengekommen und haben den Beschluß "Über die zusätzliche Arbeitsentlohnung der Kollektivbauern für die Hebung des Ernteertrags landwirtschaftlicher Kulturen und die Steigerung der Produktivität der Viehzucht in der ASSR der Wolgadeutschen" angenommen. Dieser Beschluß ist von gewaltiger Bedeutung für die weitere organisatorische und wirtschaftliche Festigung der Kollektivwirtschaften, für die Vergrößerung ihrer Reichtümer und die Hebung des Wohlstandes der Kollektivbauern. Man kann sagen, daß die richtige Anwendung dieses Beschlusses des RdVK der UdSSR und des ZK der KPdSU(B) bei der Organisation der Arbeit und der Verteilung der Einkünfte in den Kollektivwirtschaften ein entscheidendes Mittel zur Durchführung der Direktiven der XVIII. Parteikonferenz in der Landwirtschaft darstellt.
     Die Beschlüsse der XVIII. Parteikonferenz und der Beschluß des RdVK der UdSSR und des ZK der KPdSU(B) über die zusätzliche Arbeitsentlohnung der Kollektivbauern für die Hebung des Ernteertrags landwirtschaftlicher Kulturen und die Steigerung der Produktivität der Viehzucht haben unter den Kollektivbauern einen neuen Aufschwung der politischen und Produktionsaktivität sowie einen neuen Aufschwung des sozialistischen Wettbewerbs hervorgerufen.
     Unsere Aufgabe besteht jetzt darin, diese Aktivität zu leiten und sie auf eine erfolgreiche Durchführung der Frühjahrsaussaat sowie der danach folgenden landwirtschaftlichen Arbeiten zu lenken.

     Die Frühjahrsaussaat wird in diesem Jahr allgemein unter günstigeren Verhältnissen vor sich gehen als im vorigen Jahr. In diesem Jahr sind die Kollektiv- und Sowjetwirtschaften vollständig mit Samengut versorgt, die materielle Lage, insbesondere die Versorgtheit der Kollektivbauern, der Arbeiter der MTS und Sowjetwirtschaften ist unvergleichlich besser, die Arbeitsdisziplin in den Kollektiv- und Sowjetwirtschaften hat sich gefestigt. Aber wir haben in diesem Jahr eine Schwierigkeit, die es im vorigen Jahr nicht gab. Da wir den Plan des Herbststurzes nicht erfüllt haben, müssen die Kollektiv- und Sowjetwirtschaften 220 000 ha im Frühjahr mehr umpflügen als im vorigen Jahr. Diese Tatsache müssen wir in der politischen Massen- und Agitationsarbeit voll und ganz berücksichtigen, denn wir müssen für eine ununterbrochene Tag- und Nachtarbeit des ganzen Traktorenparkes, für die Erfüllung der Leistungsnormen durch alle Traktoristen, Arbeiter und Kollektivbauern, für die maximale Ausnützung der lebendigen Zugkraft bei der Frühjahrsaussaat kämpfen.

     Die Zeit, die uns bis zur Frühjahrsaussaat geblieben ist, kann nicht mehr nach Monaten und sogar nicht nach Wochen, sondern muß nach Tagen gezählt werden. Und in diesen wenigen Tagen müssen die Kantonkomitees der KPdSU(B) und die primären Parteiorganisationen eine große Massen- und Agitationsarbeit unter den Kollektivbauern und den Arbeitern der MTS noch vor...

     Diese Zeit muß ausgenützt werden, um den Kollektivbauern und den Arbeitern die Beschlüsse der XVIII. Parteikonferenz und den Beschluß des , RdVK der UdSSR und des ZK der KPdSU(B) über die zusätzliche Arbeitsentlohnung der Kollektivbauern für die Hebung des Ernteertrags landwirtschaftlicher Kulturen und die Steigerung der Produktivität der Viehzucht weiter zu erklären. An einigen Orten haben die Kantonkomitees diese Arbeit noch schwach entfaltet.
     In der Republikberatung der Leiter der Propagandaabteilung der Kantonkomitees und der Leiter der Parteikabinette stellte sich heraus, daß in vielen Dörfern noch keine Berichte über die Ergebnisse der XVIII. Parteikonferenz gegeben wurden. Aber solche Berichte müssen in allen Dörfern gegeben werden. Die Produktionspläne der Kollektivwirtschaften und die Arbeitspläne für die Frühjahrsaussaat müssen auf den Versammlungen der Kollektivbauern im Lichte der Beschlüsse der XVIII. Parteikonferenz eingehend erörtert werden. Der sozialistische Wettbewerb zwischen Sowjetwirtschaften, MTS, Kollektivwirtschaften, Brigaden, Brigadengliedern, zwischen einzelnen Traktoristen, Säern, einfachen Kollektivbauern und Kollektivbäuerinnen usw. muß durch Verträge und Verpflichtungen konkrete Gestalt bekommen.

     Die Verteilung der Partei- und Komsomolkader sowie des parteilosen Aktivs auf die Brigaden muß so geschahen, daß in allen Brigaden, in den Traktoren-, Feldbau-, Gemüsebau-, Tabakbau- und in den anderen Brigaden, ständiger Parteieinfluß vorhanden ist und tagaus, tagein in ihnen politische Massen- und Agitationsarbeit geleistet wird.

     Es ist ferner notwendig, die primären Partei- und Komsomolorganisationen, die Agitatoren und Massenarbeiter, die Vorleser, die Redakteure der Wandzeitungen, die Arbeiter der politischen Aufklärungsinstitutionen mit den Aufgaben und Formen der politischen Massenarbeit bekannt zu machen, die von uns während der Frühjahrsfeldarbeiten entfaltet werden muß.

     Mit Beginn der Frühjahrsaussaat muß das Schwergewicht der politischen Massen- und. Agitationsarbeit auf das Feld, in die Traktoren-, Feldbau-, Gemüsebau-, Tabakbau-, Garten-, Viehzucht- und andere Brigaden verlegt werden.

     Was muß der Hauptinhalt der politischen Massen- und Agitationsarbeit während der Frühjahrsfeldarbeiten sein? Der Hauptinhalt dieser Arbeit muß eine tiefe und allseitige Erläuterung der Beschlüsse der XVIII. Parteikonferenz und der VIII. Tagung des Obersten Sowjets der Union der SSR sowie des Beschlusses des PdVK der UdSSR und des ZK der KPdSU(B) üьer die zusätzliche Arbeitsentlohnung der Kollektivbauern für die Hebung des Ernteertrags landwirtschaftlicher Kulturen und die Steigerung der Produktivität der Viehzucht unter den Kollektivbauern, Traktoristen, unter den Arbeitern der MTS und der Sowjetwirtschaften sein. Jedoch darf diese Arbeit nicht abstrakt, nicht allgemein, sondern muß in enger Verbindung mit den konkreten Produktionsaufgaben, mit der Arbeit zur Verwirklichung der oben erwähnten Beschlüsse in der Praxis durchgeführt werden.

     Wir müssen erreichen, daß die Kommunisten, Komsomolzen, Agitatoren, Vorleser, Arbeiter der Wandzeitungen durch persönliches Beispiel in der Arbeit und durch das ganze System der politischen Massenarbeit die Erfüllung und Überbietung der Leistungsnormen für Pflügen, Eggen, Säen, Pflanzen, Bewässern, Jäten usw., die Einhaltung der Regeln der Agrotechnik durch alle Arbeiter der Kollektivwirtschaften, MTS und Sowjetwirtschaften, ein sorgsames Verhalten zu den Maschinen, dem Arbeitsvieh und den Geräten, einen sparsamen Verbrauch des Brennstoffs, der Schmieröle und anderen Materialien sichern.

     Wir müssen der Massen- und Agitationsarbeit einen kämpferischen und angriffslustigen Charakter verleihen. In den Referaten und Unterhaltungen über politische Themen, in den Versammlungen der Kollektivbauern und Arbeiter in den Produktionsberatungen der Traktoren-, Feldbau- und anderen Brigaden rnüssen die führenden Arbeiter der Kollektivwirtschafien, MTS und Sowjetwirtschaften, die Stachanowleute und Stoßbrigadier gezeigt, ihre Erfahrungen popularisiert, ihnen Autorität verschafft, ihr Ansehen gehoben, müssen sie mit Ehre und Achtung umgeben werden. Man darf sich nicht fürchten, die Liederjane und Brackmacher, die Raffer, die Desorganisatoren der Produktion in der Kollektiv- und Sowjetwirtschaft ans Tageslicht zu ziehen, sie zu entlarven und zu kritisieren, gegen sie eine Atmosphäre der Unduldsamkeit zu schaffen und von ihnen ein ehrliches Verhalten zur Arbeit zu verlangen.

     Die Kantonkomitees der KPdSU(B) und die primären Parteiorganisationen in den Kollektivwirtschaften, MTS und Sowjetwirtschaften müssen der Entfaltung der anschaulichen Agitation, die bei uns bis jetzt ein zurückbleibender Abschnitt der politischen Massenarbeit ist, große Aufmerksamkeit schenken. Die anschauliche Agitation während der Frühjahrsfeldarbeiten muß schon deshalb im System der Massenarbeit einen großen Raum einnehmen, weil wir wenig Zeit für die mündliche Agitation haben werden, aber die anschauliche Agitation bekanntlich ständig wirkt. In den Feldstandorten und in den Häuschen der Traktorenbrigaden müssen Bildnisse der Führer der Partei und Regierung, angesehener Leute des Landes, Plakate und Losungen angebracht sein, die die Aufgaben, für die die Sowjetwirtschaften, Kollektivwirtschaften, Brigaden, Brigadenglieder kämpfen, widerspiegeln, die den Verlauf und die Ergebnisse dieses Kampfes zeigen, dort müssen Tafeln mit den Kennziffern des sozialistischen Wettbewerbs sein usw.

     In allen oder beinahe in allen Traktoren- und Feldbaubrigaden werden bei uns Wandzeitungen herausgebracht. Wir verfügen über eine genügende Menge von Kadern, die fähig sind, diese Arbeit zu bewältigen. Doch die Aufgabe der Kantonkomitees und der primären Parteiorganisationen besteht darin, diesen Zeitungen zu helfen, wirkliche KampfbIätter der Partei zu werden, die dazu beitragen, die Produktionsaufgaben erfolgreich zu lösen. Diese Zeitungen müssen auf Materialien aus der Arbeit der betreffenden Brigade aufgebaut sein, die vorbildliche Arbeit der Stachanowleute und Stoßbrigadler popularisieren, die Mängel der Arbeit kritisieren, die Liederjane und Brackmacher anprangern, die Entwicklung des sotialistischen Wettbewerbs und der Stachanowbewegung fördern, die Kollektivbauern, Arbeiter der MTS und Sowjetwirtschaften im Geiste einer kommunistischen Einstellung zur Arbeit, zum staatlichen und kollektivwirtschaftlichen Eigentum erziehen.
     Außerordentlich große Sorge müssen die Parteiorganisationen und die Leiter der Sowjetwirtschaften, MTS und Kollektivwirtschaften für die Kulturarbeit und für die Organisation einer kulturvollen Erholung der Kollektivbauern, Traktoristen, Arbeiter der Sowjetwirtschaften usw. an den Tag legen. Die Kollektivbauern und Arbeiter der Sowjetwirtschaften unserer Republik haben mindestens 50000 Exemplare verschiedener Zeitungen abonniert. Die Zustellung dieser Zeitungen zum Arbeitsort der Kollektivbauern und Arbeiter muß unbedingt sichergestellt werden. Das geschieht bei uns durchaus nicht immer. Jede Traktoren- und Feldbaubrigade muß mit einer kleinen Bibliothek, mit Musikinstrumenten und Brettspielen versorgt werden. Die den Kollektivwirtschaften, MTS und Sowjetwirtschaften zur Verfügung stehenden Rundfunkempfänger müssen in den Brigaden aufgestellt werden. Nebenbei gesagt, nach den uns vorliegenden Angaben gibt es in den Kollektivwirtschaften, MTS und Sowjetwirtschaften viele Rundfunkempfänger. Aber infolge der Mißwirtschaft und des barbarischen Umgehens mit ihnen sind viele untauglich geworden. Zur Frühjahrsaussaat müssen alle Rundfunkempfänger repariert werden, und man muß ein sorgfältiges Verhalten zu den Apparaten durchsetzen. Die künstlerischen Zirkel für Selbstbetätigung am Ort und das Kino müssen zur Organisation einer vernünftigen Erholung und Zerstreuung der Kollektivbauern und Arbeiter auf dem Felde ausgenützt werden.

     Große und verantwortliche Aufgaben in der politischen Agitation stehen jetzt vor den Republik- und Kantonzeitungen. Sie müssers ihre Arbeit auf dem Gebiete der Agitation ernsthaft umgestalten. Sie müssen sich nicht nur und nicht vorwiegend mit der Beschreibung und der Befeuchtung der politischen Massenarbeit an den Orten beschäftigen, sondern vor altem eine inhaltsreiche, kämpferische Presseagitation entfalten.

     Es muß offen gesagt werden, daß wir bis jetzt den ernsten Fehler begingen, die Zeitungen als das stärkste Mittel der politischen Agitation nicht so, wie es sich gehört, auszunützen. In unserer Republik beträgt die Auflage der Republik- und Kantonzeitungen 98 300 Exemplare. Durch die Zeitungen sprechen wir buchstäblich mit der ganzen Bevölkerung der Republik. Außerdem wird das gedruckte Wort ernster erwogen und durchdacht, es ist in der Regel überzeugender und wirkt deshalb stärker als das nicht immer gut überlegte Wort des Agitators.

     Deshalb müssen die Parteiorganisationen durch ihre Anweisungen und die leitenden Partei-, Sowjet- und Wirtschaftsarbeiter durch persönliche Mitarbeit an den Zeitungen den Zeitungen helfen, die Presseagitation zu entfalten.

     Sie müssen tagaus, tagein für die Beschlüsse der XVIII. Parteikonferenz agitieren, den Sinn und die Bedeutung des Beschlusses des RdVK der UdSSR und des ZK der KP der SU(B) "Über die zusätzliche Arbeitsentlohnung der Kollektivbauern für die Hebung der Ernteerträge landwirtschaftlicher Kulturen und die Steigerung der Produktivität der Viehzucht in der ASSR der Wolgadeutschen" erklären, den Kollektivwirtschaften und Sowjetwirtschaften helfen, die gewaltigen und noch nicht ausgenützten Reserven für die allseitige Entwicklung und den Aufstieg ihrer Wirtschaft zu mobilisieren, die besten Beispiele aus der Arbeit in den Kollektivwirtschaften, MTS und Sowjetwirtschaften popularisieren, den sozialistischen Wettbewerb vorwärts bringen, den Agitatoren durch Veröffentlichung von Konsultationen und informatorischen Materialien helfen, die Initiative und die Rationalisierungsvorschläge der Arbeiter der sozialistischen Landwirtschaft aufgreifen und entwickeln.

     Die Arbeitsverhältnisse auf dem Felde fordern von den Kantonkomitees und den primären Parteiorganisationen eine besondere Elastizität bei der Leitung der politischen Massenarbeit. Wenn wir während des Winters die Möglichkeit hatten, regelmäßig Versammlungen und Seminare für Agitatoren, Massenarbeiter und Korrespondenten usw. zu veranstalten, so haben wir jetzt diese Möglichkeiten nicht. Es wäre falsch, die Leute aus der Arbeit zu reißen, um Versammlungen und Beratungen verschiedener Art abzuhalten.

     Die wichtigste Methode der Leitung muß die persönliche Verbindung der Arbeiter der Kantonkomitees mit den unteren Kadern des Aktivs am Ort, die individuelle Behandlung jedes Arbeiters, die Erläuterung, wie die Arbeit am Orte durchzuführen ist, sowie die systematische Verallgemeinerung und Popularisierung vorbildlicher Arbeit, guter Erfahrungen aus der Massen- und Agitationsarbeit durch die Presse sein. Nach Beendigung der Aussaat kann man nach Kantonen, nach den Rayons der MTS oder nach Dörfern Versammlungen des Aktivs durchführen, in denen die Ergebnisse der geleisteten Arbeit zusammengefaßt und die Aufgaben der politischen Massenarbeit und der Agitationsarbeit für die folgende Periode der landwirtschaftlichen Arbeit festgelegt werden.
     Die Kantonkomitees müssen das führende Partei-, Sowjet- und Wirtschaftsaktiv zur Arbeit unter den Kollektivbauern, unter den Arbeitern der MTS und Sowjetwirtschaften stärker heranziehen.

     Das sind im allgemeinen die Aufgaben der politischen Massen- und Agitationsarbeit während der Frühjahrsfeldarbeitern.
     Wenn die Gebietsparteiorganisation diese Sache ernst in die Hand nimmt, so wird sie erfolgreich diese Aufgaben lösen und eine bolschewistische Realisierung der Beschlüsse der XVIII. Parteikonferenz sichern.

*) Gekürztes Stenogramm des Berichts auf dem V. Plenum des Wolgadeutschen Gebietskomitees der KPdSU(B).

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Категория: История | Добавил: Winter (17.01.2012)
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